Der erste erlebbare Segen war das lang ersehnte fliessende Wasser in Bad und Küche – ein paar Stunden bevor die 21 Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eintrafen. Alle Teilnehmer meisterten sowohl die Einreiseprozedur als auch die erste Autofahrt auf ugandischen Strassen erfolgreich; beides ist für Afrikaneulinge ein besonderes Erlebnis. Die Gruppe war altersmässig bunt gemischt die jüngste Teilnehmerin war 18 der Älteste 61; 19 Frauen und zwei Männer. Die ersten zwei Wochen fand die eigentliche Bibelschule statt. Immer morgens trafen wir uns zusammen mit den einheimischen Lehrern und Mitarbeitern von Vision für Afrika zum Bibelstudium. Unsere Lehrer waren Maria Prean, Pastor Ambale, Pastor Sam, Pastor Michael Kimuli und Pastor Patrick. Das Thema war das Königreich Gottes und das Wirken des Heiligen Geistes. Jeder Redner präsentierte sein Thema mit viel Herzblut, Humor und einer wohltuenden Prise afrikanischer / österreichischer Begeisterung. In den Mittagspausen assen Schwarz und Weiss gemeinsam wobei wir mit Posho (Maisbrei) und Beans (Bohnen) und sie mit Spaghetti Bolognaise Bekanntschaft machten und sich gute Gelegenheiten boten einander und die unterschiedlichen Kulturen besser kennen zu lernen. Nachmittags wurde praktisch gearbeitet. Es gab den Compassion Ministry (Barmherzigkeitsdienst) wo wir in Gruppen in der Nachbarschaft die Ärmsten besuchten, Kleider und Schuhe verteilten, über den Glauben sprachen und Gebet anboten. Andere Nachmittage waren Workdays – es wurde geputzt, gebaut und gepflanzt. Die Schulräume wurden für den Schulanfang hergerichtet, einer armen Familie ein Haus gebaut und in der Gärtnerei wurden Hunderte von Töpfchen mit Erde gefüllt um die geplante Rosenzucht ziehen zu können. Wir lernten an den Nachmittagen oft ebensoviel wie vormittags weil beim gemeinsamen Arbeiten unterschiedliche Arbeitsweisen aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen schwarzen und weissen Königskindern sichtbar wurden. Es wurde viel gelacht – versuche mal einem Schwarzen das Prinzip eines Solariums zu erklären – gestaunt und einfach Gemeinschaft gelebt. Abends waren die Lobpreiszeiten in denen die Erlebnisse des Tages durch Lieder und Zeugnisse reflektiert wurden. Dies waren besonders gesegnete Momente und die Gegenwart Gottes war spürbar. Manch ein „Mzungu“ (Weisser) liess sich begeistert von dem afrikanischen Temperament und Rhythmus Gefühl mitreissen. An den Wochenenden unternahmen wir verschiedene Ausflüge. Der eindrücklichste war der Besuch des Gebetsberges von Vision für Afrika. Wir gingen der Grundstücksgrenze entlang und nahmen das Land ein, indem wir beteten, Altäre bauten und das Land von Flüchen und okkulten Praktiken freisprachen. Zuvor war es oft so gewesen, dass es rund um den Berg regnete, aber auf dem Berg selber nicht. Der Regen ist aber lebensnotwendig für die tausende von neu gepflanzten Bäumen. Seit dem Wochenende als wir dort waren regnete es jeden Tag! Die Arbeiter vor Ort die sich um die Pflanzen kümmern sind überwältigt und begeistert vom Wirken Gottes. In der dritten Woche war dann Safari angesagt! Früh am Morgen ging es los und acht Stunden später – nach löchrigen Strassen und Schüttelfahrt standen wir staunend in unserer grandiosen Lodge im Murchisonfall Park. Abends machten wir uns auf unseren ersten Gamedrive (Rundfahrt im Park) und wurden zu begeisterten Fotojägern. Wir fühlten uns wie in Gottes persönlichem Schöpfungsatelier – die Natur, der Sonnenuntergang und die Tiere – es war schlicht überwältigend. Die drei Tage Safari waren wunderbar und wir machten uns glücklich und um einige volle Speicherkarten reicher auf die Rückfahrt. Die letzten Tage der KBS gingen vorbei wie im Flug und wir waren uns einig – es war eine sehr gesegnete Zeit. Auch wenn das Wasser nicht immer floss – dafür wissen wir nun wie mit Regenwasser die Toilettenspülung zum laufen gebracht und afrikanisch geduscht wird. Wir sind auch Experten in der Moskitonetzmontage und Imodium ist für einige kein Fremdwort mehr. Uganda hat uns alle geprägt und vor allem die Zeit mit unserem Vater und unseren Geschwistern werden wir in unserem Herzen bewahren! (Daniela und Sandro Furnari, Gästebetreuung während der Bibelschule) |
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Fotos
Feedback einer Teilnehmerin: Ich habe die Zeit in Uganda seeeeeeeehr genossen. Sie war sehr reich gesegnet. Was ich richtig gut fand war z.B. dass wir durch die Bibelschule auch mit den Afrikanern Kontakt hatten und wir so die Kultur kennenlernen durften (manchmal war das vielleicht auch eine Herausforderung, weil die afrikanische Kultur einfach doch etwas anders ist wie die europäische... aber die afrikanische Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit ist einfach sehr, sehr angenehm.) Richtig gut war auch die Küche (Peter hat uns hervorragend bekocht). Schön war, dass wir auch in der Unterkunft im "Worker's House" afrikanische Studenten um uns hatten und wir eine richtig gute und lustige Zeit miteinander verbrachten. Sehr schön war auch, dass wir Grace als afrikanischen Bindeglied in der 1. und 3. Woche mit uns hatten. Das war sehr gut. Sehr gut waren die Lobpreiszeiten - sowohl morgens in der Bibelschule als auch abends. Richard (und teilweise auch Johanna) haben dies echt sehr gut geleitet. Sehr gut fand ich auch, dass wir auf dem Gelände beim "Gärtnern" haben mithelfen dürfen. Peter, der Gärtner, ist so eine wertvolle Persönlichkeit und es hat sehr viel Freude mit ihm gemacht. Sehr erfreulich war der 2. Compassion Ministry, wo ich das Gefühl habe, dass schwarz und weiß im Team besser miteinander zusammenarbeiteten (beim 1. Mal fand ich das noch etwas ungewohnt / schwierig). Sehr interessant war die Safari und sehr luxuriös das Hotel (eine Umstellung wenn man nicht sooooo viel Luxus gewöhnt war). Sehr schön ist Uganda - extrem fruchtbar und die Ananas extrem lecker. Sehr interessant war es auch, die Arbeit von VfA dort "live" zu sehen An dieser Stelle: Schön fand ich auch, dass uns Maria so schön willkommen geheißen hat Also einfach: Eine sehr gesegnete Zeit. Preist den HERRN dafür. Ganz viele Grüße aus Deutschland. Agathe (Teilnehmerin der Kurzbibelschule 2007) P.S.: Manchmal hatten wir kein fließend Wasser: Ich fand das überwiegend ein Abenteuer, sich mit Regenwasser waschen zu müssen...dann war man wenigstens richtig in Afrika. ;-) |
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