Diese Fragen wollen wir dir hier beantworten. Ehemalige Volontäre haben einige Infos über ihre Arbeitsbereiche für euch zusammengestellt.
KinderhäuserFalls ihr ideenreich und für kleine Kinder zu begeistern seid, starke Nerven habt :-) und eure Liebe und Fröhlichkeit den Waisenkindern schenken wollt, dann seid ihr im „Orphanage“ (Waisenhaus) genau richtig. Dort gibt es jeweils zwei Hausmütter, die sich um das Wohl der Kinder sorgen. Wir als Volontäre, haben die Aufgabe, die Mütter am Vormittag im Haushalt beim Putzen, Kochen, Wäsche (von Hand) waschen etc. zu unterstützen und zu entlasten und am Nachmittag vor allem die Kinder zu betreuen, d.h. mit ihnen kreativ zu spielen, sie zu fördern und ein stückweit zu erziehen. Die Kinder lieben es, im Garten herum zu tollen, im Sandkasten zu spielen und auf dem neu gebauten Abenteuerspielplatz sich ihr Können zu beweisen. Auch kann man mit ihnen einen abenteuerlichen Spaziergang über das Gelände machen, bei dem sie ganz fasziniert neue Dinge entdecken. Wenn's mal regnet, beschäftigen sie sich aber auch sehr gut mit der Spielbox im Haus. Wie ihr euch bestimmt denken könnt, ist es manchmal auch herausfordernd für sieben oder mehr Kinder eine Art „Mutter“ zu sein. Aber das, was man an Nerven aufwendet, bekommt man auch schnell wieder durch Kuscheleinheiten und den Spaß, den man mit ihnen hat, zurück. Die Hausmütter sind sehr dankbar für Unterstützung in jeglicher Art, weil es wirklich sehr wichtig ist, die Kinder schon von Klein auf im Glauben zu erziehen und auf den richtigen Weg zu bringen. Wenn du dich dieser Herausforderung gewachsen siehst und Gott durch diesen Dienst Freude bereiten willst, dann ist jeder, vor allem die Kinder, glücklich, dich hier Willkommen zu heißen.
(Greta Schneider and Tabea Treitz, Volontäre 2007/2008)
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KindergartenEin afrikanischer Kindergarten ist nicht das, was wir unter Kindergarten verstehen. Bei uns hier gibt es drei Klassen: Baby-, Middle- und Topclass. Die Kinder gehen je nach Alter in die entsprechende Klasse und bekommen dort bereits den Grundschulstoff vermittelt. Sie lernen lesen, rechnen und schreiben. Sie haben auch bereits einen richtigen Stundenplan, auf dem sich außerdem noch Sport, Kunst, Musik und Englisch wiederfindet. Die Beziehung der Kinder zu einander, zu den Lehrern, wie auch zu uns Volontären ist sehr eng, da die Kidis dort auch essen und schlafen. Durch das weite Einzugsgebiet bedingt fahren, sie nur in den Ferien nach Hause. Der Kindergarten ist für sie ein richtiges Zuhause. Jeder der einheimischen Lehrerinnen ist ein Volontär zugeteilt. Wir helfen ihnen bei der Unterrichtsgestaltung, beim Hefte korrigieren und Aufgaben vorbereiten, und was einem sonst noch so einfällt. Der Schulunterricht ist allerdings nur vormittags, nachmittags haben die Kinder freie Zeit zum Spielen. Diese Zeit verbringen sie hauptsächlich im Freien, sei es im Sandkasten, beim Schaukeln, Rutschen und Fußballspielen. Aber auch das Schuheputzen, Wäschewaschen und die Körperpflege finden in dieser Zeit draußen statt. (Isabelle Bohnacker und Kerstin Rossow, Volontäre 2007/2008)
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Primary schoolDie Primaryschool besteht aus 7 Schulstufen (P1-P7), wobei es in jeder Stufe unterschiedlich viele Klassen gibt. Es besteht für Volontäre die Möglichkeit, die Lehrer während des Unterrichts zu unterstützen. So zum Beispiel im Sportunterricht, wo der Sportlehrer neue Ideen für Spiele und sportliche Aktivitäten willkommen heißt. Hier ist Kreativität gefragt, da die Gegebenheiten recht einfach sind (Bälle und Wiese :-)). Große Erleichterung für den Sportlehrer besteht auch darin, dass die Klassen für die Spiele in zwei Gruppen aufgeteilt werden können. Ressource RoomJeden Nachmittag, wenn die älteren Schüler noch Unterricht haben, sind die Volontäre für eine Stunde für die jüngsten Kinder (P1-P2) zuständig.
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BerufschulenJunge Leute, herzhaftes Lachen, strebsame Schüler und eine wunderbare Atmosphäre - das ist die Berufschule für Mädels und Jungs. Die etwa 90 Schüler und Schülerinnen werden hier zu Schneiderinnen, Töpfern, Automechanikern, Maurern, Schreinern und Druckern und Hotelfachleuten ausgebildet. Zusätzlich gibt es noch einige Freizeitaktivitäten, so wie den Chor, den Alphakurs, den Erstehilfekurs und einiges mehr, die alle von Volontären angeboten werden. Als ich hier ankam, bekam ich die einmalige Gelegenheit als Computerlehrerin arbeiten zu dürfen, wofür ich sehr dankbar bin. Da ich erst 20 Jahre alt bin, waren meine Schüler alle älter als ich selbst, aber trotzdem sind sie mir immer mit Respekt und Anerkennung begegnet. Durch die verschiedensten Herausforderungen konnte ich viel für´s Leben lernen und die Freundlichkeit, die Dankbarkeit und einfach diese liebe Art meiner Schüler hat mir immer wieder viel Freude bereitet! Die 3 Monate die ich hier sein konnte, waren echt eine unvergessliche Zeit. Aber nicht nur ich, sondern auch noch viele andere sehr, sehr wertvolle Mitarbeiter haben hier eine Aufgabe gefunden. Nur ein paar davon sind Steffi, die Schneiderinnen unterrichtet, Carola, die die Töpferei leitet, Horst und Lukas, die nicht nur Drucker ausbilden, sondern auch für uns Bilder ausdrucken und... ...vielleicht bald auch DU?! (Sarah Herzog, Volontärin 2007) PS: Natürlich kannst du auch in allen anderen Bereichen mithelfen, als Schreiner, Maurer, Töpfer, Drucker, Schneider...
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Sponsorship OfficeAuch im Sponsorship-Office kann man mithelfen: Jeden Montag ist dort Office-Tag und da dürfen die Patenkinder oder deren Erziehungsberechtigte kommen, wenn sie Fragen haben oder zusätzlich Geld brauchen und auch Leute, die für ihr Kind eine Patenschaft beantragen möchten. Eine der afrikanischen Mitarbeiterinnen spricht dann mit der jeweiligen Person, gelegentlich auch in Luganda und währenddessen habe ich Auszahlungsbelege oder Listen geschrieben. Natürlich gibt es auch eine Datenbank, aber vieles wird einfach noch handschriftlich erledigt. Einige wenige Male bin ich dann in meiner Freizeit mit einer der Mitarbeiterinnen bedürftige Leute besuchen gegangen, bzw. wir haben Briefe und Geschenke von Paten an deren Patenkinder verteilt, wenn sie bei uns in der Nähe gelebt haben. (Damaris Eisinger, Volontärin 2010) |
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GartenarbeitDas Areal von Vision für Afrika ist ein blühendes Paradies. Alle Pflanzen werden selber gezogen und und danach von unseren Gärtnern gesetzt. Die Arbeit in der Gärtnerei macht wirklich Spass. Es wird immer im Team gearbeitet. Wir säen Papaya-Samen aus, ziehen Stecklinge an von diversen Bäumen und pikieren Eucalyptusbäume und Anderes. (Blanche Müller, Volontärin 2007/2008) |
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Handwerk & BauAlle die, die schon „Kindererfahrung“ gesammelt haben oder einfach mal die Nerven etwas schonen wollen, finden vielleicht hier ihren Einsatzort. :-) Und wenn Du noch Humor hast, dazu kreativ und motiviert bist, vielleicht auch noch einen Hammer oder eine Kelle zu gebrauchen weißt, bist du hier ganz richtig. Was wird dich wohl erwarten? Und wenn du meinst, noch immer nicht das Richtige gefunden zu haben -
Es besteht außerdem die Möglichkeit, sich in Garten oder Küche zu engagieren oder einfach hier zu sein und anzupacken, wo Not am Mann ist! (Markus Schunke, Volontär 2007) |
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VolontärslebenUnd was machen Vollis sonst noch so außer arbeiten? Fangen wir am besten mal mit dem Morgen an: Von Montag bis Freitag treffen wir uns morgens um sieben Uhr zur Andacht, gemeinsam mit allen Studenten, Lehrern, Mitarbeitern etc., um den Tag gemeinsam mit Gott zu beginnen. Bis zum Mittagessen ist dann arbeiten angesagt und auch danach noch drei Stunden. Wann die Arbeit nachmittags startet und endet, ist je nach Bereich unterschiedlich. Um sechs Uhr treffen sich dann aber alle Volontäre wieder um gemeinsam mit Gebet und Austausch den Tag abzuschließen. Anschließend ist gemeinsames Abendessen. Jeden Donnerstag machen wir einen Gemeinschaftsabend, der natürlich nicht verpflichtend sind. Jede zweite Woche laden wir eine Gruppe von Leuten aus dem Ministry ein (z.B. alle Grundschullehrer) um gemeinsam mit ihnen einen Abend voller Spaß, Kennenlernen und Austausch zu verbringen. Samstag und Sonntag sind normalerweise frei. Am Sonntag gehen wir vormittags zum Gottesdienst in unserer "Glory Church". Hie und da fahren wir danach auch noch nach Kampala, sei es um dort am Gottesdienst einer der unzähligen anderen Gemeinden teilzunehmen, im „African Village“ zu bummeln, irgendwelche Besorgungen zu erledigen (was in Uganda auch am Sonntag kein Problem ist) oder einfach nur um ein paar gemütliche Stunden in einem Kaffeehaus zu verbringen und das afrikanische Leben zu beobachten. Einmal im Monat haben wir unseren Volitag. Das Leben als Volontär ist genauso schön wie auch herausfordernd und die Zeit hier wird dich sicher in vielerlei Hinsicht bereichern.
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